Mein Internetradio Ratgeber

Ein Internetradio von Roberts auf dem Balkon
Ein Internetradio von Roberts auf dem Balkon

Seit Jahrzehnten stellt Radio für viele Menschen das Tor zur Welt dar. Von seiner ursprünglichen Faszination hat Radio bis heute nichts eingebüßt.

Obwohl es Anfang der 80er Jahre hieß “Video Killed the Radio Star”, sieht man heute trotz YouTube, Netflix und Konsorten, dass das Gegenteil der Fall ist. Video hat das Radio nicht verdrängt, es genießt weiterhin hohe Popularität.

Das liegt unter anderem daran, dass sich das Radio als Internetradio (auch Webradio genannt), in gewisser Weise neu erfunden hat. Sender und Hörer profitieren davon gleichermaßen, denn verglichen mit dem klassischen Radio, bietet Internetradio nicht nur mehr Möglichkeiten, wie zum Beispiel weltweite Verfügbarkeit der Sender, sondern darüber hinaus ein deutlich größeres und abwechslungsreicheres Programmangebot.

Internetradio ist dem herkömmlichen Rundfunk in vielen Punkten haushoch überlegen und es gibt keinen vernünftigen Grund, im Haushalt nicht auf Internetradio zu setzen.

Vielleicht profitiert das Internetradio aber auch ein kleines Stück weit von der unübersichtlichen und unklaren Situation des herkömmlichen Rundfunks. Dort hat man sich in den letzten Jahren nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

Diese Situation wollen wir uns kurz anschauen.

UKW-Radio

Das klassische Radio ist der UKW-Rundfunk, den es in Deutschland seit 1949 gibt. In diesem Jahr wurde hierzulande mit dem Bayerischen Rundfunk der erste europäische UKW-Sender in Betrieb genommen. UKW-Radio wurde in dieser Zeit noch Mono ausgestrahlt, bevor dann 1964 die ersten Sendungen in Stereo ausgestrahlt wurden.

Schaut man sich einmal die grundlegende Technik des Radioempfangs an, dann stellt man fest, dass diese sich in vielen Haushalten seit dem Beginn des UKW-Rundfunks in Deutschland kaum verändert hat. Seit dem Start des UKW-Radios ist diese Technik mit der gleichen Norm ausgestattet.

Damals wie heute hörten Menschen ihren Rundfunk auf Ultrakurzwelle, wo sich die Sendungen der neun großen Landesrundfunkanstalten (BR, SWR, hr, NDR, usw.), dem Deutschlandradio, den Soldatensendern AFN und BFBS und die entsprechenden privaten Sender tummeln.

Natürlich gibt es mit dem analogen UKW-Rundfunk die allseits bekannten Probleme mit der Reichweite und dem Empfang, aber trotzdem genießt dieses Radio bis heute einen hohen Stellenwert. Viele Hörer lieben ihr UKW-Radio.

Digitalradio DAB und DAB+

Doch das gute alte UKW-Radio soll weg und vom modernen Digitalradio ersetzt werden. Mit DAB (Digital Audio Broadcasting) wurde die digitale terrestrische Radioübertragung eingeführt. Seit 1995 ist DAB in Deutschland verfügbar, ab 1999 nahmen erste Sender den Regelbetrieb auf.

Ursprünglich war für Deutschland sogar geplant, die Übertragung mit analogem Sendeverfahren bis zum Jahre 2010 endgültig einzustellen und nur noch Digitalradio zu senden. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch grandios und verschiedene Sender stellten ihre DAB Ausstrahlung aus unterschiedlichen Gründen wieder ein.

DAB erreichte keine nennenswerte Verbreitung und auch die Akzeptanz war sehr bescheiden. Immerhin mussten für den DAB Empfang neue Radiogeräte angeschafft werden, da analoge Radios kein Digitalradio empfangen können.

Dieses Scheitern ist deshalb bemerkenswert, da sich die Digitalisierung in allen anderen Bereich rasant durchsetzte. Ob Telefon, Fernseher, Musik oder Kameras – alles wurde plötzlich digital. Nur das alte Radio irgendwie nicht.

Deshalb wurde 2011 dann der Versuch eines Neustarts unternommen. Das weiterentwickelte DAB+ sollte nun den durchschlagenden Erfolg in Sachen Digitalradio bringen.

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  • Ein tragbares DAB+ Radio mit dem Sie unterwegs DAB+ und UKW empfangen können
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Durch das neue Komprimierungsverfahren im AAC-Format kann DAB+ ein wesentlich störungsresistenteres Signal, sowie eine erhöhte Reichweite liefern. Dennoch ist DAB+ für störungsfreien Empfang auf eine Antenne und eine ausreichende Empfangsfeldstärke angewiesen. Insbesondere in geschlossenen Räumen kann es dabei weiterhin zu Schwierigkeiten kommen.

DAB+ kann jedoch in der Regel auch bei niedrigem Empfangspegel störungsfrei abgespielt werden. Erst wenn die Empfangsstärke unter einen bestimmten Wert fällt (ungefähr 10 bis 15 Prozent), bricht der Empfang abrupt ab. Das typische UKW-Rauschen tritt hierbei nicht auf.

Das klingt zunächst gut, aber ein Erfolg ist auch dieser neue Standard noch nicht.

Laut einem Fact Sheet des ARD Generalsekretariats vom 13. Juni 2016, beträgt der Anteil DAB+-fähiger Geräte zu genannten Datum gerade einmal 12%. Denn kurioserweise ist es so, dass herkömmliche DAB-Empfänger in der Regel kein Digitalradio im DAB+ Standard wiedergeben können.

Möchte man also DAB+ Digitalradio hören, ist wieder einmal eine Neuanschaffung fällig. Eine Ausnahme bilden hierbei einige DAB-Empfangsgeräte, deren Firmware aktualisiert werden kann. Wer sich also bereits ein teures DAB Radiogerät angeschafft hatte, muss nun in den meisten Fällen erneut in den Geldbeutel greifen, um sich ein DAB+ Empfänger zu kaufen. Viele Radiohörer verärgert diese Tatsache.

Der Flop vom Digitalradio DAB, sowie die nicht kompatiblen Geräte, führten dazu, dass DAB und DAB+ bisher auf wenig Akzeptanz stießen und dem Digitalradio eher ein Negativimage anhaftet. Trotz der Versuche DAB und DAB+ zu etablieren, erfreut sich das analoge UKW-Radio immer noch großer Beliebtheit.

Der unbedingte Wille der Sendeanstalten, Digitalradio dennoch durchzusetzen, wird allerdings längerfristig zwangsweise zur Abschaltung des UKW-Radios führen. Einen genauen Zeitpunkt dafür gibt es jedoch noch nicht. Wer sich heute für ein neues Radiogerät entscheidet, sollte das jedoch berücksichtigen.

Der Start des Internetradios

Ganz anders, nämlich sehr viel erfolgreicher, liest sich die Geschichte des Internetradios.

In der Blütezeit der New Economy wurde eine größere Öffentlichkeit auf das Thema Streaming Media aufmerksam. Infolgedessen wurde Internetradio immer bekannter und viele Radiosender fingen an, ihr Programm auch als Stream anzubieten. Heutzutage ist dies selbstverständlich.

Das Internetradio war nun auch bei der breiten Öffentlichkeit angekommen und setzte zum Siegeszug an. In den folgenden Jahren entwickelte sich das digitale Internetradio rasant weiter, was natürlich auch an den immer schnelleren und breiter verfügbaren Internetzugängen lag.

Die gute Klagqualität, sowie die Idee, dass jeder Computerbenutzer im Internet einen eigenen Radiosender betreiben kann, gefiel viele Leuten.

Internetradio und DAB+ Digitalradio im Vergleich

Möchte man Internetradio und Digitalradio vergleichen, ist es sinnvoll mehrere Kategorien zu betrachten. Wichtig sind hier Kategorien wie Klangqualität, Verfügbarkeit, Sendervielfalt und Zukunftsaussichten.

Klangqualität

Die Klangqualität von Internetradio wird allgemein als gut bis sehr gut empfunden. Im Gegensatz zum analogen terrestrischen Rundfunk (UKW, KW, MW oder LW) treten hierbei keine Störungen, wie zum Beispiel Pfeifen oder Rauschen auf.

Für die Klangqualität verantwortlich ist die vom Sender verwendete Bitrate und das eingesetzte Kompressionsverfahren. Somit bestimmt der streamende Sender alleine die Klangqualität. Insbesondere die Bitrate ist hier maßgebend.

Üblicherweise stellen die meisten deutschen Sender ihre Streams in einer Bitrate von 128 kBit/s zur Verfügung. Aber auch Bitraten von 192 kBit/s und 256 kBit/s findet man immer häufiger. Manche Sender stellen sogar einen 320 kBit/ Stream zur Verfügung.

Ausnahmen bilden hier einige Stationen aus Übersee, die aus verschiedenen Gründen nur eine geringe Bandbreite zur Verfügung stellen. Für reine Sprachsendungen ist das nicht weiter relevant, aber Musik benötigt schon eine Bitrate von mindestens 128 kBit/s, um als gut klingend wahrgenommen zu werden.

Allgemein ist damit zu rechnen, dass mit stetig steigender Internet-Bandbreite auch die Bitraten der Internetradiosender zunehmen wird. Schaut man sich im Vergleich an, welche großen Datenmengen heutzutage bereits für das immer beliebter werdenden Video-Streaming in die Netze gepumpt werden, dann ist der Datenhunger von Internetradio extrem bescheiden.

Und wie sieht es mit der Klangqualität des Digitalradios aus?

Gerne wird das neue Digitalradio mit höchster Klangqualität in CD Qualität beworben. Aber ist das auch so? Die Antwort lautet: Es kommt darauf an.

Theoretisch könnte DAB+ durch den neuen AAC-Codec tatsächlich eine sehr gute Klangqualität liefern. Aber was nutzt die Theorie, wenn es in der Praxis anders aussieht. Denn durch knappe Bandbreiten und aus Kostengründen senden viele Sender ihr Programm nur in eher niedrigen Bitraten.

Niedrige Bitraten wirken sich selbstverständlich unmittelbar auf die Klangqualität aus. So einige Radiofans, die das erste mal Digitalradio hören, sind vom Klang ziemlich enttäuscht.

Denn die Initiative Digitalradio versprach doch höchste Klangqualität dank digitaler Empfangstechnik. Zwar fällt bei Digitalradio DAB+, ebenso wie beim Internetradio, das nervige Senderrauschen komplett weg, aber dies ist eben nicht der einzige Faktor für einen guten Klang.

Internetradio bietet in Sachen Klangqualität die besseren Perspektiven, da hier die Bitrate nicht limitiert ist. Mit steigenden Internet-Bandbreiten, steigen auch die gesendeten Bitraten.

Gewinner: Internetradio

Verfügbarkeit

Auch in Sachen Verfügbarkeit hat das Internetradio die Nase vorn. Das liegt ganz einfach daran, dass Internetradio mittlerweile auf einer Vielzahl an unterschiedlichen Geräten empfangen werden kann. Ein spezielles Radiogerät benötigt man dafür nicht.

Selbst im Auto macht sich Internetradio immer breiter. Verschiedene Autohersteller bieten zu diesem Zweck bereits fertige Lösungen ab Werk an. Der Datenstrom liefert hierbei das Handynetz. Ein großes Wunder ist diese Entwicklung nicht, da das Auto ohnehin zunehmend vernetzt wird.

Natürlich gilt es in Puncto Verfügbarkeit zu differenzieren, denn zum Empfang von Internetradio muss nun einmal zwingend auch Internet zur Verfügung stehen. Das muss man wissen.

Allerdings: Kauft man sich heute ein modernes Internetradio, dann können diese Geräte auch UKW und DAB+ Digitalradio empfangen. Somit kann man also die riesigen Vorteile des Internetradios nutzen ohne Sorge zu haben, dass irgendwann einmal der Internetempfang ausfallen könnte. Denn sollte dies tatsächlich passieren, kann man jederzeit auf Digitalradio oder UKW wechseln.

Gewinner: Internetradio

Sendervielfalt

In Sachen Sendervielfalt liegt das Internetradio um Lichtjahre voraus, und das wird auch immer so bleiben. Das hat einen ganz einfachen Grund. Während ein Internetradiosender an jedem Ort der Welt empfangen werden kann, an dem Internet verfügbar ist, ist das Sendegebiet von Digitalradio und analogem Radio sehr stark begrenzt.

Grund dafür ist der terrestrische Verbreitungsweg, der über Sendeanlagen funktioniert, die am Boden stehen. Diese Sendeanlagen haben aus physikalischen Gründen eine stark begrenzte Reichweite.

Gewinner: Internetradio

Zukunftsaussichten

Selbstverständlich sind die Zukunftsaussichten von Internetradio hervorragend. Mit einem Internetradio muss man auch keinerlei chaotisch wirkende Spielchen wie die des Digitalradios befürchten, als man sich bei der Umstellung auf DAB ein neues Gerät kaufen musste, nur um bei der Umstellung auf DAB+ schon wieder in den Geldbeutel greifen zu müssen.

Internetradio wird sich qualitativ (Bitrate) immer weiter steigern können, ohne dass eine Hardwarenachrüstung notwendig wird.

Gewinner: Internetradio

Gewinner Internetradio

Alles in allem liegt das Internetradio in allen Bereichen weit vor dem Digitalradio. Oft sogar Meilenweit. Deshalb ist für viele Radiofans das Internetradio das Radio der Zukunft.

Internetradio bietet:

  • Zukunftssicherheit (Das Internet geht nicht mehr weg)
  • Weltweiter Empfang des jeweiligen Internetradiosender
  • Beste Klangqualität durch hohe Bitraten
  • Die mit Abstand größte Senderauswahl
  • Flexibilität durch große Auswahl an Empfangsmöglichkeiten
  • Moderne Hybridgeräte, die auch Digitalradio und analoges Radio empfangen können

Welches Datenvolumen (Traffic) wird beim Internetradio verbraucht?

Im Gegensatz zum herkömmlichen Rundfunk, ist Internetradio nur dann empfangbar, wenn man über eine aktive Internetverbindung verfügt. Ob WLAN oder kabelgebunden, ist selbstverständlich egal. Auch der Netz-Standard beim Smartphone spielt hierbei keine Rolle. OB GPRS, EDGE, UMTS, HSDPA oder LTE, Hauptsache es besteht eine Verbindung ins Internet.

Nun wird natürlich für jede Internetverbindung ein gewisses Datenvolumen verbraucht. In der Regel verfügen die meisten Menschen hierzulande zu Hause über DSL oder Kabel Highspeed Internetverbindungen, bei denen das Datenvolumen keine Rolle spielt. Zu Hause muss man sich also meist keinerei Gedanken über das entstehende Datenvolumen beim Empfang von Internetradio machen.

Etwas anders sieht es beim Empfang per Smartphone aus, sofern ein begrenztes Datenvolumen des Providers verwendet wird.

Wie auch immer Internetradio empfangen wird, grundsätzlich kann es nicht schaden, über das anfallende Datenvolumen Bescheid zu wissen.

So verbraucht eine Stunde Internetradio bei einer Bitrate von 128 kBit/s zum Beispiel 56,25 MByte. Hört man eine Stunde Internetradio bei einer Bitrate von 192 kBit/s, liegt der Datenverbrauch bereits bei 84,38 MByte.

In der folgenden Tabelle sieht man schön, welches Datenvolumen bei einigen fest definierten Zeiträumen und gängigen Bitraten von 128 kbit/s, 192 kbit/s und 256 kbit/s verbraucht wird.

128 kbit/s192 kbit/s256 kbit/s
10 Minuten9,38 MB14,06 MB18,75 MB
30 Minuten28,13 MB42,19 MB56,25 MB
60 Minuten56,25 MB84,38 MB112,50 MB
2 Stunden112,50 MB168,75 MB225,00 MB
4 Stunden225,00 MB337,50 MB450,00 MB
12 Stunden675,00 MB1.012,50 MB1.350,00 MB

TuneIn – Das Tor zum Internetradio

Wer sich für das Thema interessiert und Internetradio hören möchte, kommt an TuneIn nicht vorbei. TuneIn ist ein Online-Dienst aus Kalifornien, der das Hören von Internetradio auf vielerlei Plattformen ermöglicht.

TuneIn bietet Apps für iPhone, Android Phone, Windows Phone, Blackberry, iPad, Android Tablets, Kindle Tablets, Amazon Fire TV, Roku Streaming Boxen, Sonos Lautsprechern, Microsoft Xbox One, und weiteren. Außerdem läuft TuneIn direkt auf einigen Fernsehergeräten wie Samsung Smart TV und Panasonic Viera TV.

Auch in diversen Audio/Video Receivern und Fahrzeugen (z.B. Mercedes Benz, BMW, Ford, General Motors, Tesla) ist TuneIn bereits werksseitig verfügbar. Selbstverständlich kann TuneIn auch ganz einfach über den Webbrowser verwendet werden.

Somit steht TuneIn auf vielerlei Geräten und zu nahezu jeder Gelegenheit zur Verfügung.

Was bietet TuneIn?

TuneIn bietet eine riesige Auswahl an kostenlosen Radiosendern und Podcasts aus der ganzen Welt. Laut eigenen Angaben sind per TuneIn über 100.000 Sport-, Nachrichten- und Musiksender, sowie 4 Millionen Podcasts zu erreichen.

Außerdem bietet TuneIn eine extrem leichte und übersichtliche Bedienung. Selbst ohne Benutzerkonto findet sich jeder sofort zurecht und kann sich ohne Umwege in die Live-Streams der Internetradiosender einklinken.

Trotz dieser unglaublichen Menge an Inhalten ist TuneIn sehr übersichtlich gestaltet und hat intelligente Filtermechanismen, um immer wieder neue und spannende Sendungen zu entdecken.
Hat man seine Lieblingssender gefunden, kann man diesen mit einem Klick auf das Herz-Symbol ganz einfach zu seinen persönlichen Favoriten hinzufügen, um ihn später bequem erneut zu starten.

So höre ich Internetradio

Es gibt mittlerweile sehr viele Wege, um bequem und völlig unkompliziert Internetradio zu hören. Je nach Situation und Ausgangslage kann dabei der eine oder der andere Weg passend sein.

Ich selber höre Internetradio derzeit hauptsächlich auf drei verschiedenen Wegen.

Wenn ich am Rechner arbeite, dann klicke ich gerne auf meinen Winamp Icon auf meinem Desktop, welches mich sofort mit meinem Lieblings-Internetradiosender verbindet. Ja, ich bin tatsächlich noch ein Winamp Fan der alten Schule.

Internetradio mit Winamp am PC hören
Internetradio mit Winamp am PC hören

Läuft mein Rechner nicht, dann höre ich Internetradio oft über meinen Sonos Play:1 Lautsprecher. Diese Möglichkeit finde ich ganz besonders praktisch.

Denn zum einen klingen die Sonos Lautsprecher überdurchschnittlich gut, und zum anderen ist die bereits vorgestellte Internetradio App TuneIn fest in die Sonos Controller-App integriert. So habe ich dann über die Sonos App sofort Zugriff auf über 100.000 Sender und kann diese bequem auswählen und mit einem Klick starten.

Internetradio auf dem Sonos Play:1 Smart Speaker in der Küche
Internetradio auf dem Sonos Play:1 Smart Speaker in der Küche

Einen klitzekleinen Nachteil hat diese Methode allerdings. Da die Sonos Lautsprecher kein Display haben, kann ich nicht mit einem Blick sehen, welcher Song gerade gespielt wird. Dazu muss ich dann erst mein Smartphone zur Hand nehmen, denn dort zeigt die Sonos App diese Informationen an.

Für mich stellt das jedoch kein Problem dar – die Vorteile des wirklich guten Klangs der Sonos Lautsprecher überwiegen bei weitem.

Wenn ich einen noch besseren Sound haben möchte, dann höre ich Internetradio auch sehr gerne über die schön gestaltete TuneIn App auf meinem Amazon Fire TV. Diese kleine Box hängt an meinem Fernseher, welcher mit meiner HiFi-Anlage verbunden ist.

Somit habe ich dann astreine Klangqualität, welche von meinem beiden großen Lautsprechern ausgegeben wird.

TuneIn Internetradio App auf dem Amazon Fire TV
TuneIn Internetradio App auf dem Amazon Fire TV

Wer allerdings in Sachen Radio noch flexibler sein möchte, sollte sich einmal die vielen guten Internetradio-Geräte anschauen.

Die Internetradio Alleskönner

Möchte man sich ein Internetradio kaufen, so hat man heutzutage mittlerweile die Qual der Wahl. Allerlei Geräte buhlen um die Gunst interessierter Kunden.

Im Prinzip gibt es zwei verschiedene Klassen von Internetradios. Da sind zum einen Internetradios im klassischen Design, die als eigenständige Geräte, genau so wie frühere analoge Radios, genutzt werden.

Solche Radios sind ideal für, Küche, Arbeitszimmer, Schlafzimmer, Bad oder Jugendzimmer. Selbstverständlich machen diese Geräte aber auch in jedem Wohnzimmer eine gute Figur. Wer Radio gerne nebenbei hört, ist mit diesen Geräten bestens bedient.

Weiterhin gibt es natürlich auch HiFi-Tuner, die in einen vorhandene Stereoanlage integriert werden können, und diese somit extrem aufwerten.

Egal welche Art von Internetradio man sich kaufen möchte, wichtig ist darauf zu achten, dass die Geräte möglichst viele Empfangsmöglichkeiten bereitstellen und somit volle Flexibilität für die heutige Radiolandschaft bieten.

Ein Internetradio sollte natürlich in erster Linie Internetradio (Webradio) per WLAn empfangen können, das ist klar.

Gute Modelle bieten aber darüber hinaus weitere Empfangsmöglichkeiten und können auch Digitalradio (DAB und DAB+) und analoges UKW-Radio empfangen. Somit ist man stets auf der sicheren Seite. Denn falls das Internet einmal komplett ausfallen sollte, ist es schlau dafür zu sorgen, dass trotzdem noch Radioempfang möglich ist.

Folgende Internetradio Alleskönner sind aktuell zu empfehlen:

Blaupunkt IRD 30 Internetradio

Das Blaupunkt IRD 30 Internetradio ist ein wahrer Designklassiker unter den Internetradios. Das Gerät glänzt durch Puristisch-edle Optik mit seinem Echtholz-Gehäuse mit Hochglanz-Front und beleuchtetem Drehregler. Alle Fans des klassischen Radios werden sich über dieses Gerät freuen.

Technisch ist das Blaupunkt IRD 30 Internetradio ohnehin auf dem neusten Stand und kann Internetradio, DAB+, FM-Radio und UKW-Sender problemlos empfangen.

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Blaupunkt IRD 30 Internetradio– DAB+-Radio – Digitalradio mit Radiowecker - Wlan Küchenradio–...*
  • Digitalradio empfängt ohne PC dank integriertem WLAN (802.11 b/g, 54 Mbit/s) 18000 Internet-Radiosender und 12000 Podcasts. Für flexiblen, rauschfreien Radioempfang: Teleskopantenne und digitaler PLL UKW-Tuner mit RDS. Digitalempfang in DAB/DAB+
  • Adaptive WiFi-Antenne bringt kabellos Musik vom PC aufs Internetradio. Gerät streamt als UPnP Media-Player Musik aus dem eigenen Netzwerk wireless ab
  • Manuelle und automatische Sendersuche, müheloses Erstellen von Favoritenlisten. Intuitive Bedienung durch Dreh- / Drückregler. Großes 3,5 Zoll Display mit (senderabhängiger) Anzeige von u. a. Sendername, Songtitel, Interpret

Hama Internetradio Digitalradio DIR3100

Ein Hybrid unter den Radios ist das Hama Internetradio Digitalradio DIR3100. Dieses Radio ist ein wahres Multitalent und bietet größtmögliche Auswahl. Mit UKW, DAB, DAB+ und Internetradio ist das Gerät Internetradio, Digitalradio und analoges Radio in einem.

Außerdem verfügt das Hama Internetradio Digitalradio DIR3100 auch noch über einen Ethernet-Anschluss, so dass das Gerät sowohl über WLAN als auch über LAN mit dem Netzwerk verbunden werden kann. Flexibler geht es kaum.

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Hama DIR3100MS Internetradio Digitalradio (Spotify, WLAN/LAN/DAB+/DAB/FM, Farbdisplay, USB, Weck-...*
  • Vielseitiges Digitalradio mit Teleskopantenne: Empfang analoger und digitaler Radiostationen per FM/DAB/DAB+ oder Internet, mit Netzwerkstreaming-Funktion, Steuerung per App (Maße: 29,3x14,5x12,3cm)
  • Verbindung und Netzwerk: WLAN, UPnP-Netzwerkstreaming, WiFi-Stream-Funktion zur Musikübertragung vom Smartphone, PC etc. aufs Radio, Spotify Connect kompatibel (Premiumaccount nötig), UNDOK Multiroom
  • Anschlüsse: RJ45-Ethernet-Anschluss, USB-Anschluss mit Lade- und Wiedergabefunktion, Kopfhörerausgang, AUX-In (3,5 mm), Line-Out (3,5 mm)

Hama Digital-HiFi-Tuner Internetradio DIT2000

Wer kein eigenständiges Internetradio sucht, sondern lieber seine HiFi-Anlage um ein solches erweitern möchte, der wird mit dem Hama Digital-HiFi-Tuner Internetradio DIT2000 sicherlich sehr viel Spaß haben.

Dieser Digital-HiFi-Tuner lässt sich nicht nur aufgrund seines schicken Metallgehäuses perfekt in die vorhandene HiFi-Anlage integrieren, mit DAB+, DAB, FM und UKW Empfang ist das Gerät auch extrem flexibel und für nahezu alle Aufgaben gut gerüstet. Sogar mit Spotify-Connect ist das Hama Digital-HiFi-Tuner Internetradio DIT2000 kompatibel.

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Hama DIT2000M Digital HiFi-Tuner Internetradio (WLAN/LAN/DAB+/FM, 3,2 Zoll Farbdisplay,...*
  • HiFi-Equipment auf einem neuen Level: Tuner (ohne integrierte Lautsprecher) zum Empfang von digitalen Radiostationen per FM/DAB/DAB+/Internet oder Netzwerkstreaming, zum Anschluss an eine HiFi- oder Stereoanlage
  • Verbindung und Netzwerk: Gratis Radio App, WLAN, Wi-Fi-Stream-Funktion, kompatibel mit Spotify Connect (Spotify Premiumaccount benötigt) und UNDOK-Multiroom, UPnP-fähig
  • Anschlüsse: Stereo L/R Chinch, optischer u. koaxialer Digitalausgang, Line-Out & Line-In, USB-Anschluss mit Lade- u. Wiedergabefunktion, RJ45-Ethernet, Kopfhörerausgang

Zur Recherche sind auch die stets aktuellen Internetradio Bestseller sehr interessant. Denn dort findet man Geräte, die von Kunden gerne und häufig gekauft werden.

Fazit

Für mich ist Internetradio definitiv das bessere Radio. Seit vielen Jahren zählt Internetradio zu meinem täglichen Begleiter. Das liegt in erster Linie daran, dass mein Lieblingsradiosender in meiner Region nicht anders zu empfangen ist. Mit Internetradio kann ich diesen Sender überall auf der Welt hören – mit terrestrischem Radio hat man da keine Chance.

Außerdem fasziniert mich das riesige Angebot an Sendern. Insbesondere für meinen Musikgeschmack (Indie, Alternative, Gothic) gibt es massenweise sehr gute kleine Internetradiosender, die ausschließlich ins Internet streamen. Ich mag diese Art von Sendeanarchie und das Gefühl, dass jeder aus seinem Wohnzimmer senden könnte.

Internetradio weckt den Entdeckerinstinkt und lädt zu langen Touren ein. Vertiefe ich mich ein wenig in das immense Angebot von TuneIn, bin ich jedes Mal wieder überrascht, wie viele interessante Internetradiosender es weltweit gibt.

Wer einmal in die spannende Welt des Internetradios eingestiegen ist und die immensen Vorteile kennengelernt hat, möchte dieses Art des Radiohörens nicht mehr missen.

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